Januar 2008
Bei herrlichem Schnee und wunderbarer Sonne beschließen wir, von der Casa-Alma aus über die oberen Belchenhöfe mit Snowboards auf dem Rücken das Belchen zu ersteigen, um dann auf der anderen Seite nach Schönau wieder abfahren zu können.
Ob wir wohlSchneeschuhe benötigen, um am Gipfel vorwärts zu kommen?
Wir beschließen, keine einzupacken und stapfen hochbepackt einfach aufwärts.
Der Weg ist gut sichtbar, denn schon vor uns liegen Spuren im Schnee. Rechts und links liegen die weißen Wiesen und häufig findet man Tierspuren im Schnee.
Erstaunlich, wie viele Tiere hier laufen. Bergauf, bergab, es scheint ein richtiges Spiel zu sein.
Wenn wir uns in Richtung Schweizer Berge drehen, bietet sich uns ein wundervoller Abendhimmel.
Endlich sind wir am hockenden Weib angelangt und eine kleine Pause gibt uns wieder Kraft. Weiter geht es ab in den tiefen Wald. Der Schnee wird immer höher, aber noch ist es zu schaffen, solange man in die Fußstapfen der Vorgänger tritt. Kommt man vom Weg ab, so riskiert man einen nassen Schuh….
Es wird immer dämmriger und der Gipfel ist in sichtbare Nähe gerückt.
An der Kuppe wird es noch einmal kalt, denn der Abendwind ist aufgekommen und weht über den Gipfel hinweg. Die Spuren im Schnee verblassen, da sie vom Wind zugeweht sind, und so gelangt jetzt doch ein wenig Schnee in unsere Schuhe und wir beeilen uns, um nicht im Dunkeln die Abfahrt machen zu müssen.
Juhu endlich oben angekommen.
Leider ist es schon sehr dunkel, aber dafür bietet sich uns ein Blick, den man nicht so häufig erlebt. Ein Himmel, der gerade vor dem wunderbaren Alpenpanorama verblasst. Über uns liegt das Sternenzelt, welches mit leuchtenden Sternen funkelt. Zur rechten liegt Basel in der Ebene mit seinen vielen Lichtern.
Schnell, schnell wir müssen uns beeilen.
Ab in die richtigen Schuhe und dann das Board angeschnallt.
Es kann los gehen. Die ertse Fahrt auf dem Board im soeben begonnenen Jahr 2008 - es ist ein Traum.
Auf der Piste begegnen wir noch ein paar Nachtrodlern, ansonsten ist es schon ziemlich dunkel und man hört das Knacken der Tiere aus dem Wald.
Die Piste ist aber gut zu erkennen, lediglich der eine oder andere Huckel wird übersehen. Heile kommen wir beide an der unteren Station an und werden schon freudig erwartet.
Einwenig erschöpft steigen wir ins Auto und wärmen uns erst einmal auf.
In der Casa Alma steigen wir in ein sprudelndes Bad und können dann vor dem prasselnden Kamin so richtig entspannen.